Was ist das?

Der Malort und das Malspiel

Das ist ist ein besonderer Raum – ein bisschen wie aus einer anderen Welt. Er bietet den wohltuenden Gegensatz zu unserem Alltag – egal ob Kindergarten, Schule, Studium, Beruf, Un-Ruhestand,…

Der Malort ist überall gleich eingerichtet, egal in welchem Land oder Stadt, wo immer es ihn auch gibt. Auch hier, einmalig in Ostthüringen, bietet er einen Raum befreit von Druck, Erwartungen und Beurteilungen, die uns sonst überall umgeben. Das Malspiel findet überall unter gleichen Bedingungen statt. Es entspannt Geist, Körper und Seele gleichermaßen.

Hier ist Entspannung und Ruhe

Es regt das natürliche, seit der Geburt vorhandene, aber bislang ungenutzte Bedürfnis sich auszudrücken, an.
Durch Einflüsse von außerhalb verdrängen wir dieses natürliche Bedürfnis. Wir lernen von klein auf, uns immer mehr nach der Anerkennung und den Erwartungen der Anderen zu richten. Wir haben kaum noch die Möglichkeit unseren eigenen Wünschen und Zielen nachzugehen und vertrauen damit nicht mehr unserer Intuition – unserer inneren Stimme, der eigenen inneren Spur.
Wir können es wieder üben: dazu braucht es kein Talent, sondern nur Zeit, das Gelernte erst einmal abzulegen, sozusagen den Kopf „auszuschalten“, wieder in sich hineinzuhorchen und seiner Intuition zu vertrauen – malen „aus dem Bauch heraus“.

Das Malspiel führt zu einem natürlichen Wiederfinden der eigenen Wurzeln. Es fördert das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen auf unvergleichbare Weise. Wer ganz bei sich ist, achtet und schätzt auch die Eigenart des Anderen.  Es dient dem Wohlbefinden in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten.

Im Malort können wir wieder daran anknüpfen und unsere Spielfreude und Spontaneität wiederfinden.
So bekommt etwas einen Ausdruck, was sonst weder mit Worten noch auf eine andere Weise geäußert werden kann.
Wir finden wieder zurück zu unserer Formulation, der Ausdrucksart, die in uns verwurzelt ist bis in die organische Erinnerung.
Diese Begriffe hat Arno Stern, der Entdecker des Malorts, Malspiels und Palettentisches geprägt.

Weitere Infos zu Arno Stern: www.arnostern.com

Das Malspiel braucht Regelmäßigkeit. Nur wenn das Malspiel regelmäßig wiederholt wird, kann Jede/r diese selbstverständliche und doch so vertraute Art, sich auf diese Weise auszudrücken, wiederfinden – die eigene innere Spur zu finden und endlich heraus zu lassen.

„Mit dem neuen Wissen (über den Malort und das Geschehen dort) muss sich der Blick verändern – wie auch die Beziehung zu anderen Menschen. Begriffe wie : begabter Mensch, unfähiger Mensch, gelungenes Erzeugnis, missglücktes Vorhaben fallen weg. Niemand wird gefürchtet oder verachtet …“

„… eine neue Einstellung entsteht. Durch diese Äußerung findet ein jeder den Anschluss an seine Ursprünglichkeit. Er erlebt, was der Vernunft verschlossen bleibt und allein deshalb nicht zu einer Botschaft werden kann.“
Zitate: Arno Stern

Das Malspiel

Zum Malspiel gehören immer mehrere Malende, möglichst gemischt im Alter von Klein bis Groß. Zu jedem Malspiel braucht es einen Malort und einen kompetenten, ausgebildeten Malort-Dienenden. Die leuchtenden Farben auf dem Palettentisch verlocken dazu, die vorgegebenen und gelernten Bilder in uns zu verlassen und dem eigenen inneren Bild Ausdruck zu geben.

Es gibt keine Motivvorgabe, Beurteilung, kein Vergleichen oder Bewerten. Hier ist nichts produktorientiert.
Das Malspiel ist keine Therapie, hat aber durchaus eine therapeutische Wirkung. Im Malort und Malspiel wird nicht über die Bilder gesprochen. Sie bleiben geschützt vor jeglicher Betrachtung und Bewertung und werden nicht mit nach Hause gegeben, damit das Prinzip des geschützten Raumes des Malortes bewahrt bleibt.

WER kann malen?

ALLE – Jeder von ca. 5 – 105 Jahren – in einer Gruppe – Klein, Mittel oder Groß!